No Other Choice

Park Chan-wook, République de Corée, France, 2025o

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Cadre dans une usine de papier You Man-su est un homme heureux, il aime sa femme, ses enfants, ses chiens, sa maison. Lorsqu’il est licencié, sa vie bascule, il ne supporte pas l’idée de perdre son statut social et la vie qui va avec. Pour retrouver son bonheur perdu, il n’ a aucun autre choix que d’éliminer tous ses concurrents…

Spätestens seit dem internationalen Durchbruch von Bong Joon-ho (Snowpiercer, Parasite) gelten südkoreanische Regisseure im internationalen Unterhaltungs- und Arthousekino als Wonderboys, die Genres unbekümmert mischen und immer für Überraschungen gut sind. Auch Park Chan-wook hat sich mit Filmen wie Oldboy, Thirst und The Handmaiden diesen Ruf erarbeitet und seine Fans dabei mit grosszügiger Dosierung von Gewalt und Sex öfters verzückt, manchmal verstört. Seine Gesellschaftssatire No Other Choice kommt vergleichsweise gesittet daher – doch der Teufel sitzt in der Moral der Mär: Ein Manager im mittleren Kader einer Papierfabrik verliert seine Stelle und gefährdet damit das sorgenfreie Leben seiner Familie mit Haus und Hund, Tennispartien der Frau, Cellostunden für die autistische Tochter und undurchsichtigen Touren des halbwüchsigen Sohns. Die klischeehafte Entsolidarisierung der materialistischen Familie aber bleibt aus: Die Frau packt pragmatisch mit an, Cellostunden und Hund werden gestrichen, das Haus kurzerhand ausgeschrieben. Der zur Hilfskraft degradierte Mann allerdings bewirbt sich unbeirrbar um die alte Position bei anderen Firmen und verfällt dabei auf die Idee, Mitbewerber eigenhändig zu eliminieren. Bis der Film zu dieser schwarzkomödiantischen Hauptlinie durchfindet, dauert es etwas, und auch danach bleibt der Plot voller kurioser Verzweigungen, die bald hemmungslosen Karrierismus, bald die angekratzte männliche Ehre oder voneinander enttäuschte Paare und die (Schein-)Heiligkeit der Familie zum Thema haben. Wie letztere mittut, als es der Vater nach dilettantischen Anfängen endlich zum Killer schafft, hat es allerdings in sich: Ähnlich wie in Parasite kein Anflug von Skrupeln – und damit die Frage, wie der Regisseur zum amoralischen Treiben seiner Figuren steht. Meisterlich oder ärgerlich? Auf alle Fälle anregend.

Andreas Furler

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Données du filmo

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Genre
Policier/Thriller, Drame
Durée
139 Min.
Langues originales
Coréen, Anglais
Ratings
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ØVotre évaluation7,6/10
IMDB:
7,6 (36001)
Cinefile-User:
< 3 votes
Critiques :
< 3 votes

Casting & Equipe techniqueo

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Son Ye-jinLee Mi-ri
Park Hee-soonChoi Seon-chul
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